Bericht Mitgliederversammlung 09.06.2015

4. Mitgliederversammlung

In gewohnt lebendiger Weise schilderte Stefan Ruge, erster Vorsitzender des Vereins, wie die Dorfgemeinschaft Kiebingen e.V. zu Jahresbeginn 2014 mit großem Engagement und Enthusiasmus aus der Taufe gehoben wurde. Dies sei bereits bei der Gründungsversammlung am 05.02.2014 zum Ausdruck gekommen, als sich mehr als 60 Bürger und Bürgerinnen als Mitglieder eingetragen hätten.

Am Beispiel der Satzung hob er noch einmal besonders hervor, dass es angesichts des stetig wachsenden Anteils der älteren und alten Menschen in unser aller Interesse sei, zunächst die Unterstützung zuhause, aber auch die Betreuung und Pflege kranker und dauerhaft

hilfebedürftiger MitbürgerInnen in einer Wohngemeinschaft im Unterdorf zu organisieren.

Dies vor Ort zu ermöglichen, sei der Anspruch und das Motiv aller Beteiligten.

Das Werben um die erforderliche Zustimmung und Unterstützung von außen sei jedoch ein stetes Auf und Ab gewesen, so Ruge.

Nach anfänglich ablehnender Haltung bei der Verwaltungsspitze und im Gemeinderat Rottenburg, habe man sich nach etlichen, beharrlichen Gesprächen doch zu einem erheblichen Beitrag für den Kauf des Bürgertreffs durchgerungen. Auch von politischer Seite im Sozialministerium wie auf unterster Ebene vom Ortschaftsrat sei von Anfang an Unterstützung signalisiert worden.

Von katholisch wie evangelisch kirchlicher Seite habe man zwar in allen Gremien viel Zustimmung erhalten; auch konkrete materielle Beiträge seien wohl zugesagt worden, aber im Umfang nach wie vor unklar.

Beständig und zuverlässig leiste die Firma BauInvest mit einer hohen Summe einen großen Beitrag zum Gelingen des Projektes.

Weitere Unterstützung hätten wir erhalten durch einen erheblichen Teil des Bürgergeldes, aber auch durch die finanzielle Förderung des Kurses zur Alltagsbegleitung durch das Land und über ein EU-Programm; ganz besonders jedoch mit der Verleihung des ‚Paul Lechler-Preises 2014‘ in Stuttgart.

Nachdem das zum Ende des Jahres angepeilte GmbH-Modell hinfällig wurde, da die Diösanverwaltung eine Beteiligung der kath. Kirchengemeinde, bzw. der Fördergemeinschaft untersagt hatte, habe man sich für ein neues Finanzierungsmodell zum Erwerb des Bürgertreffs und der Wohngemeinschaft entschieden.

Zur Kassenführung 2014, verantwortet von Michael Lucke, gab es nach Auskunft der Kassenprüfer keinerlei Beanstandungen. So konnte durch den stellvertretenden OV Thomas Stopper auch die Entlastung des Vorstandes zur Abstimmung gebracht und – einstimmig – vollzogen werden. Er nahm dies auch zum Anlass, einen Appell an alle zu richten, dieses zukunftsweisende Projekt nach Kräften zu unterstützen und weiter dafür zu werben.

Auch der zweite Teil – Bericht und Ausblick 2015 – verdeutlicht den enormen organisatorischen und praktischen Arbeitsaufwand aller Beteiligten:

Von der Mitgliederversammlung im März mit ihren wichtigen weichenstellenden Beschlüssen, insbesondere dem Kauf, Aufbau und Betrieb von Bürgertreff und Wohngemeinschaft, weitreichenden Entscheidungen in Bau- und Ausstattungsfragen, der Informationsveranstaltung mit Bürgerbeteiligung, über die Neufassung der Satzung und den Wirtschaftsplan bis hin zu weiteren Gesprächen mit der Sozialstation Rottenburg, dem Bischöflichen Ordinariat und dem Katholischen KGR sowie der Vorstellung des Projektes im Evang. KGR, aber auch weiteren Anträgen auf Zuschuss beim Sozialministerium und der Robert Bosch – Stiftung reiche die Kette der Aktivitäten unseres Vereins bis zum jetzigen Zeitpunkt.

Ganz besonders hob Stefan Ruge das Engagement der 17 Teilnehmerinnen an den 29 Kursen zur Alltagsbegleitung hervor.

Das bisherige Highlight bildete jedoch die feierliche Verleihung des renommierten Paul Lechler-Preises in Stuttgart.

Zur effektiveren Bewältigung all dieser Aufgaben habe sich die schon im März vollzogene Einführung einer zusätzlichen Steuerungsebene, der Geschäftsführung, bewährt (s. MV 11.03.15).

Mit Blick auf die nächsten Monate verwies St. Ruge schließlich auf wichtige Termine, wie die erste ‚Beiratssitzung‘ am 23. 06. 15, eine ‚Informationsveranstaltung über die Wohngemeinschaft für Interessenten und Angehörige‘, den geplanten Beginn des Wohn- und Pflegebetriebes am 01.09.2015 sowie ein Einweihungsfest am 11.10.2015.

Abschließend dankte er den Mitgliedern im Vorstand, in der Geschäftsführung, aber auch allen, die das Projekt unterstützen.

Falls Sie Mitglied werden möchten, finden Sie im Folgenden ein entsprechendes Antragsformular.

Wenn Sie schon Mitglied sind und Ihren Beitrag gerne per Lastschrift einziehen lassen wollen, genügt es, den unteren Abschnitt des „Mitgliedsantrags“ auszufüllen.

Siegfried Kappus, Schriftführer